COVID-19

Häufig gestellte Fragen zu Werbung von Förderer*innen in Corona-Zeiten

Warum Fördererwerbung?

Fördererwerbung am Infostand, im öffentlichen Raum und an der Haustür hat viele Vorteile, da sie zu den besten Methoden der Gewinnung von neuen Unterstützer*innen (Mitglieder, Pat*innen etc.) zählt. Einerseits wird die Organisation in der Öffentlichkeit wahrgenommen und andererseits bietet sie interessierten Bürger*innen die Möglichkeit, sich über die Anliegen einer Organisation zu informieren. Der Erfolg gibt der Methode recht: So werden im Schnitt zehn Prozent der Menschen, mit denen ein Gespräch geführt wird, als Förderer*innen gewonnen. Die so erreichten kontinuierlichen Spenden ermöglichen die Planung und Durchführung von langfristigen gemeinnützigen Projekten.

Warum ist Fördererwerbunggerade jetzt so wichtig?

Die Corona-Krise stellt unsere Gesellschaft auf eine harte Probe. Gemeinnützige Einrichtungen fordert die Situation auf besondere Weise – entweder sind sie selbst im Hilfseinsatz zur Eindämmung der Pandemie oder wie viele andere Gesellschaftsbereiche durch die Einschränkungen des Alltags betroffen. Doch diese wichtige Arbeit ist nur mit Unterstützung von Spender*innen möglich. Spender*innen, die wir auf kaum einem Kanal besser und nachhaltiger ansprechen können, als im direkten Gespräch. Wir appellieren an die Bevölkerung, das Informationsangebot über gemeinnützige Anliegen wie bisher weiter zu nutzen und Organisationen zu unterstützen. Fördererwerbung ist ein dringend notwendiger Teil unserer Zivilgesellschaft, denn sie hilft dabei, dass die gerade jetzt so wichtigen Projekte für Menschen in Not, Tier- und Umweltschutz oder Kinderhilfe, sowie unser aller Menschenrechte, weiter bestehen können.

Was ist die rechtliche Basis für Fördererwerbung?

Die Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Maßnahmen, die zur Bekämpfung der Verbreitung von COVID-19 ergriffen werden (COVID-19-Maßnahmenverordnung – COVID-19-MV) – Stand 02.11.2020 gestattet den Aufenthalt – und damit auch die Arbeit – im öffentlichen Raum, vorausgesetzt der vorgeschriebene Mindestabstand wird eingehalten. In geschlossenen Räumen ist außerdem ein Mund-und-Nasenschutz zu tragen. Die Qualitätsinitiative Fördererwerbung hat sich verpflichtet, besonders strenge Qualitätsstandards für die kontaktlose Werbung einzuhalten. Das bedeutet beispielsweise, dass unsere Fundraiser*innen auch im Freien stets eine Maske tragen und damit über die Vorschriften hinaus gehen. Denn Sicherheit steht bei uns an erster Stelle. Sollte sich die rechtliche Basis ändern, werden wir selbstverständlich umgehend entsprechend reagieren.

Dürfen Sie überhaupt wieder aktiv sein? Welche Sicherheitsmaßnahmen gibt es für die Mitarbeiter*innen?

  • Die Größe der Werbeteams wird so beschränkt, dass der behördliche Mindestabstand stets eingehalten werden kann.
  • Außerdem sind das Tragen von Masken sowie regelmäßiges Händewaschen und Desinfektion aller Utensilien verpflichtend.
  • Mitarbeiter*innen, die Symptome aufweisen, werden nicht zur Arbeit eingesetzt.
  • Sollten sich im Laufe des Arbeitstages Symptome wie Husten entwickeln, wird der/die jeweilige Mitarbeiter*in sofort nach Hause geschickt. Lückenlose Dokumentation stellt sicher, dass im Falle einer tatsächlichen Erkrankung alle Kontakte der infizierten Person nachvollziehbar sind.

Welche Sicherheitsmaßnahmen gibt es für die Passant*innen?

  • Die Ansprache aller Passant*innen erfolgt mit besonderer Rücksicht: Es wird ein erhöhter Mindestabstand eingehalten und direkter Körperkontakt ist zu unterlassen.
  • Offenkundig gefährdete Zielgruppen werden möglichst nicht angesprochen.
  • Zusätzlich zum Mindestabstand wird grundsätzlich – auch im Freien, wo sie nicht vorgeschrieben ist – eine Maske getragen.
  • Alle verwendeten Arbeitsgegenstände werden regelmäßig desinfiziert.
  • Spender*innen, die vor Ort unterschreiben, wird vor und nach dem Unterschreiben Handdesinfektionsmittel zur Verfügung gestellt.
  • Gespräche finden grundsätzlich nicht in geschlossenen Wohnräumlichkeiten statt. Die Mitarbeiter*innen betreten die privaten Räumlichkeiten nicht.

Ich wurde angesprochen, obwohl ich ein Gespräch dezidiert abgelehnt habe. Was kann ich tun?

Die Mitarbeiter*innen sind instruiert, eine dezidierte Ablehnung eines Gesprächsangebots zu akzeptieren. Sollte das einmal leider nicht klappen, können Sie sich an die eigens dafür geschaffene Ombudsstelle unter der kostenfreien Hotline 0800/100 382 wenden. Bitte halten Sie beim Telefonat die werbende Organisation, Ort, Datum und Uhrzeit bereit.

Ich möchte auch gemeinnützige Organisationen unterstützen und im Bereich der Fördererwerbung beruflich aktiv werden. Welche Chancen gibt es hier?

Fundraiser*innen repräsentieren Non-Profit-Organisationen in der Öffentlichkeit. Sie werden entweder direkt bei den Organisationen oder bei Dienstleistern im Auftrag der Organisationen beschäftigt. Durch die direkte Ansprache auf der Straße oder direkt an der Haustür bringen sie Menschen, Organisationen und deren Anliegen nahe. Aus den Gesprächen gehen neue langfristige Förderer*innen für Projekte im Bereich Umweltschutz, Entwicklungshilfe, Tierschutz und Menschenrechte hervor. Weiter Infos zum Job der Fundraiser*innen und potenzielle Arbeitgeber finden Sie unter www.jobforgood.at.

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